Vom 7. bis zum 9. September war unser Q1-Seminarfach 6 auf Klassenfahrt in Miltenberg im Nordwesten Bayerns. Insgesamt waren wir 17 Schülerinnen und Schüler. Begleitet wurden wir von Herrn Roth und Frau Özdemir. Die Anreise erfolgte mit dem Zug von Hannover aus. Dabei mussten wir insgesamt zweimal umsteigen und waren ungefähr vier bis fünf Stunden unterwegs.
7. September: Gegen 12 Uhr kamen wir in Miltenberg an. Nachdem wir angekommen waren, wurden uns unsere Zimmer in der Unterkunft, dem Jugendhaus St. Kilian, gezeigt und wir konnten diese zunächst beziehen. Die Zimmer waren unterschiedlich groß und für drei bis fünf Personen ausgelegt. Unsere Zimmer befanden sich alle auf der ersten Etage und waren insgesamt eher klein. Beim Mittagessen warteten einige von uns zunächst noch in der Unterkunft, während andere bereits losgingen und die Umgebung erkundeten. Während der Fahrt hatten wir außerdem Leiter, die verschiedene Aktivitäten mit uns durchführten. Dabei handelte es sich manchmal um größere Spiele, teilweise aber auch um Aufgaben, die wir gemeinsam lösen mussten. Die erste Teamaufgabe bestand darin, mit nur drei leeren Bierkästen von einer Seite zur anderen zu gelangen, ohne dabei den Boden zu berühren. Zusätzlich lagen große Steine im Boden, auf denen wir uns abstützen konnten. Wir mussten uns als Team gut absprechen und gemeinsam überlegen, wie wir die Strecke bewältigen konnten.
Am Abend hatten wir Freizeit und konnten selbst entscheiden, was wir machen wollten. Bis 22 Uhr durfte jeder seine Zeit frei gestalten. Dadurch konnten wir uns in kleineren Gruppen aufhalten und den Tag entspannt ausklingen lassen. Das Essen in der Unterkunft war am ersten Tag noch gut, verschlechterte sich allerdings im Laufe der nächsten Tage. Zum Glück gab es in der Nähe einen McDonald’s, auf den einige von uns als Alternative zurückgreifen konnten.
8. September: Am nächsten Morgen starteten wir mit einem Spiel, bei dem wir uns alle an einem großen Seil festhalten mussten. Mit verbundenen Augen sollten wir verschiedene Muster bilden. Dabei durften wir sowohl mit den Leitern als auch untereinander sprechen. Das Spiel erforderte vor allem Kommunikation und Zusammenarbeit. Anschließend machten wir einen Actionbound in Kleingruppen. Dabei mussten wir verschiedene Sehenswürdigkeiten in Miltenberg aufsuchen und dort unterschiedliche Aufgaben lösen. Einige aus unserer Gruppe nutzten außerdem die Gelegenheit, die Mildenburg zu besichtigen. Am Abend spielten wir alle gemeinsam noch eine Runde Werwolf. Das hat besonders viel Spaß gemacht und war für mich persönlich eines der Highlights der gesamten Klassenfahrt. Danach waren wir wieder in Kleingruppen unterwegs und jeder konnte selbst entscheiden, was er machen wollte.
9. September: Am letzten Morgen waren wir nur noch mit unseren Lehrern und nicht mehr mit den Leitern zusammen. Wir wiederholten das Steinketten-Spiel vom ersten Tag. Dieses Mal war unser Ziel, schneller zu werden. Das gelang uns auch: Wir schafften es, die Aufgabe in nur 35 Minuten zu bewältigen. Danach hatten wir noch Zeit, bevor wir uns schließlich auf den Weg zum Bahnhof machten. Um 12:30 Uhr mussten wir dort sein. Anschließend traten wir die Rückfahrt nach Hannover an. Gegen 17:17 Uhr kamen wir wieder in Hannover an. Obwohl die Rückfahrt ungefähr ähnlich lang war, fühlte sie sich für uns deutlich schneller an als die Hinfahrt. Fazit: Insgesamt war die Stimmung während der gesamten Klassenfahrt sehr gut. Jeder hat sich mit jedem verstanden und es wurde viel gelacht. Besonders das gemeinsame Werwolf-Spielen am letzten Abend ist mir als Highlight in Erinnerung geblieben. Durch die verschiedenen Teamspiele habe ich außerdem gemerkt, dass man mit guter Zusammenarbeit und Teamwork auch schwierige Aufgaben schaffen kann. Besonders interessant war es zu sehen, wie wir uns als Gruppe aufeinander verlassen und gemeinsam Lösungen finden mussten. Wenn ich ehrlich bin, war ich anfangs eher abgeneigt gegenüber der Klassenfahrt. Am Ende habe ich jedoch keine Sekunde bereut, mitgefahren zu sein. Die drei Tage in Miltenberg waren eine schöne Erfahrung und haben unsere Gruppe noch einmal näher zusammengebracht.
(Text: Yassin El-Helwe, Q1; Fotos: J. Roth)




