Seminarfach

Das Seminarfach – Soft Skills und Vorbereitung auf den Hochschulbesuch

„Man kann ja nie wissen!“ – Gemäß dem Leitspruch unserer Schule taucht in der Qualifizierungsphase ein neues Fach in der Stundentafel auf: Das Seminarfach. Man könnte auch vom „Uni-Vorbereitungsfach“ sprechen. Denn genau darum geht es im Seminarfach: Da die meisten Schüler*innen nach dem Abitur ein Hochschulstudium anstreben und damit der Übergang von der Schule an eine Hochschule nicht als „Kulturschock“ erlebt wird, wurde in Niedersachsen 2006 das Seminarfach eingeführt.

Welche Fragestellungen werden im Seminarfach behandelt?       
Als wissenschaftspropädeutisches Fach liegen die Schwerpunkte im Seminarfach im Erlernen wissenschaftlicher Arbeitstechniken: Wie entwickle ich eine wissenschaftliche Fragestellung? Wie recherchiere ich nach Fachliteratur? Woran erkenne ich eine zuverlässige Quelle? Wie verfasse ich eine Hausarbeit? Wie präsentiere ich ein Ergebnis überzeugend und angemessen? – All dies sind u. a. Fragestellungen im Seminarfach, die auf praktische Weise beantwortet werden sollen. Neben den sogenannten „Hard Skills“, dem notwendigen Fach- und Grundlagenwissen, dass in den einzelnen Fächern vermittelt wird, stehen die sogenannten „Soft Skills“ im Seminarfach eher im Mittelpunkt. Dazu gehören insbesondere Selbstvertrauen, Selbstdisziplin, Präsentationskompetenz und Teamfähigkeit.
Zu einem übergeordneten Themenschwerpunkt sollen die Schüler*innen eigene Fragestellungen entwickeln und eigenständig Aspekte erarbeiten und darstellen.

Was sind sonst noch Inhalte des Seminarfachs?
Begleitet wird das Seminarfach durch Bausteine der Berufsorientierung. So besuchen die Schüler*innen Veranstaltungen wie beispielsweise die Hochschulinformationstage an der Leibniz Universität oder die Berufsinformationstage am Kurt-Schwitters-Gymnasium.
Aber im Seminarfach sollen auch ganz lebenspraktische Fragen beantwortet werden, für die in den anderen Fächern häufig kein Raum bleibt: Welche Möglichkeiten der (finanziellen) Förderung eines Studiums gibt es? Mit welchen Kosten muss ich rechnen, wenn ich ein Studium in einer fremden Stadt aufnehme? Wieviel Geld bleibt von meinem Bruttogehalt bei meinem Ferienjob noch übrig?

Wie ist das Seminarfach organisiert?  
Das Seminarfach wird über drei Halbjahre mit jeweils zwei Stunden pro Woche unterrichtet. Im Prüfungshalbjahr (Q2.2) findet das Seminarfach nicht mehr statt. Die Stunden können nach vorheriger Absprache teilweise auch zu längeren Blockveranstaltungen zusammengefasst werden.
Die Lehrkraft des Seminarfaches ist gleichzeitig Tutor*in der Schüler*innen des Kurses. Außerdem ist das Seminarfach an das P1- oder P2-Fach gekoppelt. Das bedeutet, dass die Lehrkraft des Seminarfaches die Schüler*innen auch aus dem Fachunterrichtszusammenhang kennt.

Im dritten Halbjahr (Q2.1) findet zudem in der Regel die Seminarfahrt statt, die von den Seminarfachgruppen mit vorbereitet werden muss. Das Ziel er Fahrt steht dabei in Verbindung mit dem übergeordneten Seminarfachthema.

Welche Leistung muss im Seminarfach erbracht werden?   
Wie in allen Fächern, setzt sich die Note des Seminarfachs aus der Mitarbeitsleistung im Unterricht sowie schriftlichen und/oder praktischen Leistung zusammen.
Im Zentrum der schriftlichen Leistung steht die Facharbeit im Umfang von, die im zweiten Halbjahr (Q1.2) von jede/r/m Schüler*in angefertigt werden muss. Hier soll eine eigene Fragestellung entfaltet und fokussiert bearbeitet werden, ähnlich einer Hausarbeit an der Universität oder Fachhochschule.

Eine zusammenfassende Übersicht über die Inhalte und Organisation des Seminarfachs gibt noch einmal die Grafik: Zum Download