Berufsorientierung

 

Das Kurt-Schwitters-Gymnasium Misburg erhält das Gütesiegel „Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule“

39 Schulen aus der Region bewarben sich um das Gütesiegel „Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule 2018-2020“, das für ein besonderes Maß an Berufs- und Studienorientierung sowie die Ausbildungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler steht. Wir, das Kurt-Schwitters-Gymnasium Misburg, erhielten als einziges Gymnasium des Stadtgebietes Hannover das begehrte Siegel. Darüber freuen wir uns sehr.

Die feierliche Verleihung des Siegels wurde Ende Mai von der niedersächsischen Landes­schul­behörde, der Handwerks­kammer, der Industrie- und Handelskammer, der Agentur für Arbeit, der Stadt und der Region Hannover vorgenommen, an dessen Ende die Staatssekretärin Gaby Willamovius die Auszeichnung an uns überreichte.

Nach der schriftlichen Bewerbung Ende letzten Jahres fand im Februar ein Audit durch die oben genannten Vertreter statt: Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern standen der Fachjury nacheinander Rede und Antwort. Die Jury lobte das Kurt-Schwitters-Gymnasium Misburg unter anderem für die Durchführung einer Potentialanalyse und eines Assessment-Centers bei der DB Netz AG im Jahrgang 10. Herausgestellt wurde auch das ganzheitliche Konzept der etablierten Studienberatung, das sich besonders durch die Laufbahn­be­ratung bei Verlassen des Gymnasiums und das Bemühen, Mädchen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern, auszeichnet. Vor allem die Gruppe der Schülerinnen und Schüler war beim Audit authentisch und überzeugend, so die Fachjury.

Berufs- und Studienorientierung am Kurt-Schwitters-Gymnasium Misburg

 Das Kurt-Schwitters-Gymnasium Misburg hat ein breites Angebot zur Berufs- und Studienorientierung.

Es gibt ein Konzept, welches sich aufbauend aus drei Phasen zusammensetzt. In der ersten Phase der Selbstexploration-Orientierung und Selbsterkundung beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den eigenen Interessen und den persönlichen Potenzialen. Daran anknüpfend folgt die zweite Phase, die der Information und Entscheidung. Hierbei wird den Schülerinnen und Schülern eine Auswahl relevanter Informationen zu Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten geboten. Zudem sollten aktuelle Trends in der Arbeitsmarktentwicklung erfasst und verschiedene Techniken zur Informationsbeschaffung und -nutzung erlernt werden.

Nun folgt Phase drei mit der Konkretisierung und der Realisierung der Überlegungen und ggfs. Eine Entscheidung. Im Unterricht werden den Schülerinnen und Schülern jedoch nur die grundlegenden Kenntnisse und Wissen vermittelt, um sich eigenständig zu informieren. Der Prozess für die Berufs- und Studienwahl ist individuell und der Erfolg hängt von der eigenen Entscheidung und vom eigenen Engagement ab.

 

Übertragung auf das Schulleben

Phase 1:

Die Schülerinnen und Schüler nehmen vom 5. bis zum 9. Jahrgang alljährlich am Zukunftstag teil.

Phase 2:

Im zweiten Halbjahr der neunten Klasse werden die Vorbereitungen für das Betriebspraktikum getroffen und die Bewerbungsunterlagen erstellt.
Es folgen in der 10. Klasse eine Potenzialanalyse bei der AWO in Linden und ein Assessmentcenter bei der Deutschen Bahn. Daran schließt sich der Besuch des Berufsinformationszentrums sowie die Durchführung des Betriebspraktikums an.

In der Programmwoche wird das Praktikum ausgewertet. Die 10. Klassen nehmen darüber hinaus an einem der Berufsinformationstagen der Q1 teil.

Phase 3:

Die Berufs- und Studienorientierung ist für die Sekundarstufe II im Seminarfach verankert. Dazu nehmen die Schülerinnen und Schüler an den Berufsinformationstagen und an der Berufsmesse „Vocatium“ teil. Außerdem vertieft ein Workshop die Reflektion der Berufs- und Studienmöglichkeiten. Als letztes nehmen die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs Q2 an den Hochschulinformationstagen der Leibniz Universität teil.

An den Berufsinformationstagen kommen die Arbeitsagentur, die Universität, die Hochschule und der Internationale Jugendgemeinschaftsdienst an unsere Schule und stellen die Möglichkeiten nach Abschluss der Schule vor. Desweiteren präsentieren sich zahlreiche Unternehmen der Region in der Schule. Zudem werden Eltern und Ehemalige eingeladen, um den Schülerinnen und Schülern ihre Berufswege näherzubringen.

Darüber hinaus können die Schülerinnen und Schüler an Sprechstunden der Arbeitsagentur teilnehmen. Sie können sich an den Informationswänden informieren und sich auf Antrag für den Besuch an Informationsveranstaltungen, für die Teilnahme an Eignungstests, für Schnupperstudien und Vorstellungsgesprächen freistellen lassen.

Zusammengestellt von Celina Ernst, Q2 Jahrgang 17/18